Berichte

Cristallina

Tourenleiter: Marcel Kälin
Teilnehmer/-innen: 13 SAC
Berichterstatterin: Edith Schönbächler
Fotos: Lilly Marty, Marcel Kälin und Diverse
Wetter: Sonne pur und angenehme Temperaturen

Skitouren im Bedrettotal sind meistens die kurze Reise wert. Diesmal hat's sich jedenfalls gelohnt.

Samstag: Bereits kurz vor 9 Uhr startet die Gruppe ab dem Parkplatz in Ossasco, 1313 müM. Zuerst führt die Route durch lockeren Lärchenwald auf dem Sommerweg zur Alpe di Cristallina, dann in angenehmer Steigung stetig aufwärts ins Val Torta. Schon früh ist das heutige Tagesziel, die Capanna Cristallina auf 2568 müM, die wie eine Arche im Cristallinapass thront, ersichtlich. Kurz nach 13 Uhr sind die gut 1200 Hm für alle bewältigt. Auf der Sonnenterasse wird nun ausgeruht und 'käfälät'. Da der Nachmittag noch was hergibt, entschliessen sich sechs Unentwegte der Cima di Lago, 2833 müM, einen Besuch abzustatten. Weil's so schön ist, wird grad noch ein steiles Couloir nordöstlich der Capanna angehängt. Hier ist der Südhang bereits aufgesulzt- herrlich!

Bei heiteren Gesprächen mit Apéro und und einem eher 'mageren' Znacht vergehen die Stunden schnell. Wer mal nach draussen geht, kann eine seltsam schöne Entdeckung machen. Das Mondlicht spiegelt sich in den zahlreichen Eisstellen an der Cristallina und den Hängen nebenan - ein mystischer Anblick.

Sonntag: Frühstück ist um 7 Uhr. Der Himmel ist wie schon die Tage zuvor klar und verspricht einen herrlichen Tag. Um 8 Uhr geht's los Richtung Cristallina. Die Spur ist hart, eisig. Es gilt die Felle behutsam einzusetzen. Der Gipfelhang wird nun schnell steiler. Rund 50 m unterhalb des Grates wird Skidepot gemacht. Eine gute Spur, fast einer Treppe ähnlich, führt nun auf den Grat und Gipfel. Die Steigeisen braucht es erst für den Abstieg. Die Rundsicht ist fantastisch, die Temperatur sehr angenehm. So ist die Gipfelrast ein Genuss. Der Abstieg, die Abfahrt und der kurze Aufstieg zur Capanna geben keinerlei Probleme, so dass auf der Terrasse genug Zeit für einen Kaffeehalt bleibt.

Um elf geht's dann los zur Abfahrt. Die müssen wir uns aber etwas verdienen. Wir steigen zuerst auf den Passo Gararesc, 2693 müM auf, fahren dann gut 300 m in meist schönen Pulver runter, fellen nochmals an und steigen wiederum eine halbe Stunde auf den Punkt 2513 müM auf. Nun beginnt die lange Abfahrt durchs Val Cassinello. Der Schnee ist erstaunlich gut, meist gepresster Pulver, die Hänge mal steiler, mal weniger - ein Vergnügen! Auf rund 1900 müM, vorbei an der Alp Folcra di Mezzo, wird das Gelände nun sanfter, bevor denn der zuweilen abenteuerliche Teil durch den steilen Lärchenwald und Sommerweg folgt. Mit einigen akrobatischen Einlagen bewältigen alle diese anspruchsvolle Teilstrecke und kommen wohlbehalten auf dem Parkplatz an. Der Schlusstrunk in einer Gartenwirtschaft in Airolo lässt den Frühling ahnen.

Dem Tourenleiter Marcel gebührt ein herzlicher Dank für die umsichtige, kompetente und humorvolle Führung und Allen für die tolle Kameradschaft. Es war einfach stimmig!

             

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