Berichte

Lawinen-Kurs für Mitglieder

Leitung:               Hubert Späni
Teilnehmer:         26 Clubmitglieder, 1 Gast, 6 Leiter
Bericht:                Hubert Späni
Wetter:                 Schneefall und sonnig

Wir mussten lange bangen, bis klar war, dass es genug Schnee hatte, um den Kurs im geplanten Gebiet durchzuführen. Das geduldige Warten hatte sich dann aber doch gelohnt. Der Schnee war nicht gerade in üppiger Menge vorhanden, aber vor allem auf der Furkastrasse war ein sicheres Fahren gegeben.

Am Samstag um 9 Uhr begrüsste ich in Realp eine grosse Schar von Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Rasch waren die Gruppen eingeteilt und die Ausbildung konnte beginnen. In richtig winterlicher Umgebung mit kontrastarmer Sicht starteten die einzelnen Gruppen in Richtung Tiefenbach. Sogleich begann auch das Lernen der Lawinenkunde mit LVS-Kontrolle, Materialkunde und für die weniger geübten Tourengänger mit Tipps zum kräftesparenden Laufen.
Nach einem stärkenden Suppenhalt im Hotel Tiefenbach begann die intensive Ausbildung an den einzelnen Posten. Nun setzte auch noch starker Schneefall ein. Die Freude über richtige Winterverhältnisse motivierte die Teilnehmenden aber noch mehr. Erst mit einsetzender Dämmerung kehrten die Gruppen ins Hotel zurück. Damit war der Ausbildungstag aber noch nicht zu Ende. In den warmen Räumlichkeiten wurde nun noch Theorie gebüffelt.

Nach dem verdienten Nachtessen machte Gregi noch ein Quiz mit Fragen, die ein routinierter Tourengeher eigentlich wissen müsste. So meinte er es jedenfalls. Die Maximalnote erreichte aber niemand. Die mitgebrachten Preise - Ragusaschoggi in verschiedenen Grössen - konnte er je nach erreichter Punktzahl trotzdem mit Applaus an die Gewinner verteilen.

Für den Sonntag erwarteten wir gemäss Wetterbericht kaltes und windiges Wetter. Beim ersten Blick nach draussen stellten wir aber fest, dass es noch eine ganze Menge Neuschnee gegeben hatte. Windig war es nicht. Dafür steckten wir mitten im dichten, kalten Nebel. Dies bewog uns Leiter, zuerst noch im Hotel ein wenig Theorie zu vermitteln. Gegen 9 Uhr starteten wir dann bei Schneefall und ganz schlechter Sicht mit den Skiern an den Füssen in Richtung Furkapass, dies in der Hoffnung, dass wir doch noch den versprochenen Sonnenschein finden könnten. Und tatsächlich: Kurz vor der Passhöhe spuckte uns der dichte Nebel aus. Was wir dann sahen, war Wintermärchen pur. Stahlblauer Himmel, luftiger Pulverschnee und windstill. Getrübt wurde diese Stimmung einzig durch die Tatsache, dass es wegen der fehlenden Unterlage neben der Strasse fast nicht fahrbar war.
Wir waren aber wegen dem Üben hochgelaufen und das war durchaus machbar. Wir verbrachten die Zeit bis nach dem Mittag suchend, sondierend und schaufelnd auf der Hochebene des Furkapasses.
Mit ein paar vorsichtigen Schwüngen im offenen Gelände fuhren wir zum Hotel zurück. Nach dem obligaten Gruppenfoto verabschiedeten wir uns vom Wirtepaar und machten uns auf den Heimweg.

Ich danke den Teilnehmenden für die gute Motivation und den Leitern für ihren tollen Einsatz.
 

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