Berichte

Tödi 3612 m.ü.M.

Leitung:                 Hubert Späni
Teilnehmer:           8 Clubmitglieder
Wetter:                   sonnig
Bericht:                  Claudia Göller

Freitag, 25.03.2022
In Erwartung von 3 Schönwettertagen fuhren wir am Freitag mit den Autos auf den Urnerboden. Der diesjährige Schneemangel zeigte sich schon kurz nach der Bergstation der Fisetenbahn 2033 m.ü.M. mit der Tragepassage 1 beim Aufstieg auf den Gemsfairenstock 2972 m.ü.M. Wer hätte zu diesem Zeitpunkt gedacht, dass noch 7 weitere Portagen folgen werden?!
Von dort folgte nach dem imposanten Ausblick auf den Tödi eine südseitige Abfahrt in nassem Schnee und der lange, flache Aufstieg über den Claridenfirn zur Planurahütte 2940 m.ü.M.

Samstag, 26.03.2022
Start beim ersten Tageslicht über den Sandpass 2780 m.ü.M., gefolgt von einer langen Abfahrt durch das Val Grondo da Russein auf hartem Schnee Richtung Süden bis auf ca 2000 m.ü.M.
Für den folgenden steilen Aufstieg wurden wieder die Harscheisen montiert. An der Porta da Gliems herrschten überraschend gute Bedingungen, die letzten Meter konnten wir zu Fuss mit Steigeisen in gutem Trittschnee bewältigen, so dass uns dann nur noch die 450 Höhemeter  bis zu unserem Tagesziel Tödi 3612 m.ü.M. fehlten.
Bei der Abfahrt zur Fridolinshütte 2111 m.ü.M. konnten wir den Schwund des Bifertengletschers direkt erleben. Den oberen Bruch bewältigten wir mit zwei Abseilstellen, den unteren Teil der Abfahrt über einen steilen und eisigen Hang mit knapp fahrbaren Verhältnissen. Die letzten Meter der grossen Moräne vor der Hütte erklommen wir dann an einem installierten Fixseil.

Sonntag, 26.03.2022
Wir starteten bei Tageslicht mit einem kurzen, steilen Aufstieg zum Ochsenstock 2270 m.ü.M.
Der ursprüngliche Plan mit der Abfahrt nach Ober Sand und Gegenanstieg nach Norden Richtung Claridenhütte wurde von Hubi wegen Schneemangel verworfen. Zurück wollte niemand und so wählten wir den Aufstieg zum Sandpass.
Der geplante Abschluss mit dem Tüfelsjoch 2917 m.ü.M. wurde trotzdem umgesetzt. Auf den Klettersteig südseitig folgten eine Kette und zwei Abseilstellen nordseitig. Die anschliessende Abfahrt mit hartem Schnee, Zastrugi und im letzten Drittel mit schönem Sulzschnee.
Nach 51.9 km und über 4000 Hm fand unsere unfallfreie Tödi-Umrundung ihren Abschluss im Restaurant Urnerboden.
Alle im Verlauf der drei Tage verlorenen Gegenstände  - 2 Harscheisen, 1 Skistock, 1 Pickel, 1 Handschuh und ein paar Socken -  konnten glücklicherweise wieder gerettet oder gefunden werden, so dass wir sogar mit einem Plus von einem Handschuh und einer Reepschnur den Heimweg antreten konnten.

Herzlichen Dank an Hubi für die Organisation, den Mut zur Durchführung bei eher schwierigen Verhältnissen und die gute Betreuung zusammen mit Hermann an den Schlüsselstellen.

 

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