Berichte

27. Bike-Weekend im Oberwallis

Leitung:               Othmar Birchler
Teilnehmer:         10 Clubmitglieder
Bericht:                Gregor Ochsner
Fotos:                   Erwin Kälin
Wetter:                 schön und warm

Freitag, 3.9.2021: Wie in jedem Jahr trafen wir uns am Freitagmorgen früh auf dem Sennhofplatz ein, um die Bikes (und die Biker) auf die Autos zu verteilen. Zehn Biker hatten sich dieses Mal zusammengefunden. Von Einsiedeln fuhren wir direkt nach Fiesch, dem Startpunkt der ersten Tour. Othmar hatte für den ersten Tag den Saflischpass auf dem Programm, ein absoluter Mountainbike-Klassiker.
Wir fuhren von Fiesch 1050 müM mit dem Bike zuerst auf der Hauptstrasse ins Binntal bis nach Heiligkreuz 1460 müM. Anschliessend führte eine steilere Kiesstrasse weiter Richtung Passhöhe 2560 müM. Das Wetter war schön, es war aber zum Glück nicht sehr heiss. Trotzdem entdeckten wir unterwegs gleich zwei Schlangen auf der Strasse. Es bleibt ungeklärt, ob die Schlangen mehr Angst vor uns hatten oder umgekehrt, aber alle Beteiligten überstanden den Vorfall zumindest physisch unversehrt. Die letzten 2 km und 200 Hm des Aufstiegs verliefen dann auf einem noch steileren Wanderweg, so dass alle Teilnehmer froh waren, als wir endlich auf der Passhöhe angekommen waren. Die Abfahrt führte uns via Rosswald über abwechslungsreiche Trails hinunter nach Brig. Der bekannte 36er-Trail - so benannt wegen seiner 36 Kehren - war dabei nicht einmal der spannendste Teil der Abfahrt.
Nach der Ankunft in Brig mussten die Fahrer mit dem Zug zurück nach Fiesch fahren, um die Autos zu holen. Wir luden anschliessend die Bikes noch einmal auf die Autos und fuhren gemeinsam zu unserer Unterkunft in Sierre. Das Hotel gab zwar optisch wenig her (Stilrichtung DDR), aber das Nachtessen war ausgezeichnet und äusserst reichhaltig.

Samstag, 4.9.2021: Heute stand der Torrent-Trail auf dem Programm. Wir konnten direkt vor dem Hotel starten und fuhren zuerst durch den Pfynwald nach Leuk. Den Aufstieg von Leuk nach Leukerbad konnten wir aber zum Glück mit dem Postauto bewältigen. Othmar hatte uns rechtzeitig angemeldet und so erschien das Postauto mit einem Anhänger, in welchem alle Bikes Platz fanden.
Von Leukerbad 1400 müM aus fuhren wir dann mit dem Bike zur Rinderhütte 2312 müM hoch, wo der Torrent-Trail startet. Schweiz Mobil nennt den Torrent-Trail «eine der besten Singletrail-Touren überhaupt» und verspricht damit nicht zu viel. Wir erlebten einen schier endlosen, flowigen Trail mit traumhafter Aussicht ins Rhonetal. Von Jeizinen aus fuhren wir anschliessend auf ziemlich direktem Weg zurück zum Talboden nach Gampel und von da aus zurück nach Sierre. Den Abend verbrachten wir gemütlich bei Apéro und Nachtessen im Zentrum von Sierre.

Sonntag, 5.9.2021: Am dritten Tag stand eine Tour ins Val d'Anniviers auf dem Programm. Wie am Vortag konnten wir den verkehrsreichen Teil des Aufstiegs mit dem Postauto bewältigen und die eigentliche Tour startete in Vissoie 1200 müM. Wir fuhren via St-Luc nach Tignousa 2180 müM, wo wir uns mit einem Mittagessen stärkten. Von Tignousa fuhren wir auf schönen Trails nach Chandolin hinunter. Ab Chandolin hatten wir eine Abfahrt nach Sierre auf dem Programm, doch leider standen wir plötzlich vor einem (offenbar ziemlich neuen) Velo-Fahrverbot. Ärgerlich an einem solchen Verbot ist insbesonds, dass man vor Ort die halbe Tour neu planen und eine passende Alternative finden muss. Wir hoffen, dass Verbote für Mountainbiker nicht der Weg der Zukunft sind. Nach langem Studium der Karte und einem weiteren Verbot fanden wir dann eine alternative Route von St-Luc bis Fang, wodurch wir wenigstens einen Teil der Abfahrt abseits der Hauptstrasse fahren konnten. Der Weg war dann überraschend spannend und genussvoll zu fahren.
Nach einem weiteren anstrengenden Tag traten wir am Sonntagabend die Heimreise an. Wir trafen uns noch einmal in Münster im Goms für ein gemeinsames Abendessen und fuhren anschliessend nach Hause.
Keine Unfälle, kaum Defekte, schönes Wetter, flowige Trails. Othmar hat wieder einmal ein super Bike-Wochenende organisiert. Vielen Dank!

 

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