Berichte

Monte Leone 3553 müM

Tourenleiter:    Hubert Späni
Bericht:           Hubert Späni
Wetter:            sonnig, am Nachmittag Quellbewölkung
Teilnehmer:     6 Clubmitglieder, 1 Gast

Der Wetterbericht hat für den Sonntag nicht mehr ganz so sonniges Wetter angesagt. Darum habe ich die Tour auf den Monte Leone auf den Samstag vorverlegt. Das bedingte natürlich eine Anreise ins Wallis schon am Freitag. Aus allen Richtungen und zu verschiedenen Zeiten sind wir deshalb am Freitag angereist. Auch Miranda schaffte es noch kurz vor der Nachtruhe in die Unterkunft.

Samstag, 17.04.2021
Um 6 Uhr starteten wir auf dem Simplonpass - ohne Stirnlampen - in Richtung Breithornpass. Schon bald erreichten wir den markanten Stein mit dem Kreuz obendrauf und den P. 2361. Bei der steilen Passage in die Geländekammer «Chalti Wasser» verlor ein Mitglied der Gruppe einen Ski. Das ermöglichte Chleri, seine läuferischen Qualitäten einmal mehr unter Beweis zu stellen. Nach kurzer Abfahrt und Wiederaufstieg von Chleri waren wir wieder vollständig ausgerüstet und konnten den Aufstieg fortsetzen.

Auf ca. 2900 m.ü.M. legten wir dann eine richtige Pause ein. Die Anstrengung in der Höhe ist nicht zu unterschätzen, wenn man zu wenig akklimatisiert ist. Deshalb trennten wir uns in eine Gruppe «Monte Leone» und «Breithorn» auf. Schon bald verschwand die vordere Gruppe hinter dem Breithornpass 3333 m.ü.M. und querte den Alpjergletscher ostwärts.

Ich führte die zweite Gruppe in sicherem Schritt zum Breithornpass und aufs Breithorn. Wegen der leicht aufkommenden Quellwolken konnten wir die Gruppe am Monte Leone nie erkennen. Dafür genossen wir die wärmende Sonne.

Um ca. 12.30 Uhr erreichte die Gruppe «Monte Leone» dann den Gipfel 3554 m.ü.M. Im Skidepot angekommen, entledigten sie sich der Steigeisen und fuhren westwärts direkt auf das Breithorn 3437 m.ü.M. zu, um dises auf dem Rückweg auch noch zu besteigen. Die Zeit war vorgerückt und Chleri führte die Gruppe in sicheren Bögen im verfahrenen Pulverschnee zum Simplonpass hinunter.

Sonntag, 18.04.2021
Unser Hauptziel hatten wir ja erreicht, aber den guten Schnee und das sonnige Wetter wollten wir nochmals für eine Tour im Goms nutzen. Eine Gruppe entschied sich, direkt vom Haus aus zu starten und zum Tälligrat aufzusteigen.
Wir hingegen machten uns daran, das Brudelhorn zu besteigen. Nach kurzer Busfahrt starteten wir in Geschinen und machten uns an den langen Aufstieg durch den Breite Wald hinauf. Mit aufziehenden hohen Wolkenfeldern erreichten wir das Brudelhorn und nach kurzem Wiederaufstieg auch noch das Teltschenhorn.
Jetzt konnten wir uns auf die pulvrige Abfahrt durch das breite Chietal freuen. Zuerst auf offenen Hängen wurde es immer schmaler und dann noch ganz steil. Auf ca. 1700 m.ü.M. schluckten dann noch einige leer, als sie keinen Boden, sondern nur noch Baumwipfel unter sich sahen. Es ist immer der erste Schwung, der schwer fällt. Aber nachher machte die steile Abfahrt in griffigem Schnee auch noch Spass.

Glücklich zurück mussten wir noch die Wohnung aufräumen und dann ging es ab nach Hause.

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