Berichte

Eggenmandli 2497müM

Tourenleiterin: Barbara Kälin
Teilnehmer: 5 SAC-Mitglieder
Bericht und Fotos: Barbara Kälin
Wetter: Teilweise sonnig, warm mit Saharastaub-Stimmung

Pünktlich um 7.oo Uhr kamen wir bei der Talstation der Brüsti Bahn an und der warme Föhn erwartete uns bereits. Rasch und bequem ging es mit der Bahn die ersten 1000Hm hoch. Auf hartem Schnee führte uns die Tour via Hinter Chulm, Gratgädemli auf den Geissrüggen, wo wir eine kurze Pause einschalteten und die wunderbare Aussicht genossen. Diese Aussicht verwandelte sich während des Tages je länger je mehr in eine von Peter gut umschriebene 'Endzeitstimmung'………. Saharastaub sei Dank. Gestärkt ging es auf erstaunlich griffigem Schnee weiter Richtung Surenenpass. Die Surenenpass-Wächte zeigte sich von seiner imposanten Seite, konnte aber problemlos ganz rechts überschritten werden. Nur die Stollenbildung entzückte einige nicht. Die Gipfelrast genossen wir, wie bereits den ganzen Aufstieg, bei fast windstillen Verhältnissen, wer hätte das gedacht! Das Eggenmandli zeigte sich heute also gar nicht eggig oder kantig, sondern sehr weich, lieblich und freundlich, schön! Umso erstaunlicher, dass wir den ganzen Tag alleine unterwegs waren, abgesehen von zwei 'Tummlern' unterhalb der Brunnistock-Südwand……

Die Verhältnisse für die Direktabfahrt erschienen mir zu heikel, deshalb fuhren wir zurück zum Surenenpass und von dort in erfreulich schönem Pulverschnee zur Eyfrutt. Nun wurde das Skifahren je länger je mehr zur Herausforderung. Der Regen hatte in den letzten Tagen wunderbare Kunstwerke in den schönen Schnee gezaubert. Zusammen mit dem diffusen Licht zeigten sich unsere Skikünste jedoch nicht ganz so kunstvoll. Eher nach dem Motto: 'irgenwiä abä'.

Die Gewalt der Natur war während der ganzen Abfahrt eindrücklich zu bestaunen. Rechts und links lagen riesige Lawinenkegel, welche auf der Ebene zur Waldnacht bis zum Bockibach reichten. Der harte Schnee kam uns indessen auf dem Weg zur Waldnacht sehr zugute. Bald konnten wir wieder anfellen und hoch zum Brüsti laufen, wo uns die Bahn nach kurzer Wartezeit zurück zum Ausgangspunkt seilte. Nun fehlte zum Abschluss dieser wunderbaren Tour nur noch ein Kaffee, doch leider waren wir im Volg nicht erfolgreich. Dafür deckten wir uns dort mit einer der besten Salatsaucen ein, die es eben nur in Attinghausen zu kaufen gibt. Gut so, ergibt gerade ein Chrämäli für die Familie.

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