Berichte

Dur's Chämptnertobel

Leitung:              Schönbächler Josef
Berichterstatter:  Heinle Herbert
Teilnehmer:        17 Clubmitglieder, 1 Gast
Wetter:                Anfangs bedeckt, dann Sonne.

Öfters ist bei einer Seniorentour die Unternehmung in der freien Natur mit Wissenswertem verbunden. So auch heute. Der Weg durch das Tobel der Chämptner-Aa ist gesäumt von Zeugen der frühen Industrialisierung, die hier um 1850 einsetzte. Wasserkraft war genügend vorhanden, aber keine Bauflächen für Fabrikgebäude im engen Tal. Die Lösung waren massive Steintürme mit Turbinen, die ihre Antriebskraft mit Drahtseilen zu den Fabriken am Talboden beförderten.

Nach der ÖV-Anreise startet unsere Wanderung in Wetzikon/Kempten 588 m ü. M., kurz vor der 'Alten Nagelfabrik'. Der Weg beginnt als Lehrpfad mit vielen Hinweistafeln über das mit Technik bestückte Tobel. Es geht abwechslungsreich bergan, gleichmässig bis steil ansteigend auch mit Treppenpassagen. Bald erreichen wir den eindrucksvollen Wasserfall 'Grossen Giessen' und dann den mittleren der 3 Turbinentürme. Eine Trinkpause erlaubt uns, die Technik vom Energietransport mit den Drahtseilen zu studieren. Nach dem Weitermarsch passieren wir einen Weiher, der ebenfalls zur Energiegewinnung beitrug. Anscheinend entsprach die Leistung des Weihers derjenigen eines heutigen Automotors. Wir verlassen das bewaldete Tobel und die Technik vor dem Dorf Adetswil und wandern hoch zum Ebnerberg, mit 865 m ü. M. der höchste Punkt des Tages, und dann weiter zum Mittagsziel 'Rosinli'. Hier auf  823 m ü. M. werden wir doppelt belohnt, mit schöner Aussicht und einem angenehmen Gasthaus. Die Aussicht reicht vom Zürich-, Greifen- bis zum Pfäffikersee, und am Horizont steht eine breite Bergkette mit vertrauten Gipfeln, so der Etzel, die Mythen, die Rigi und der Pilatus. Im Gasthaus werden wir bei gemütlicher Atmosphäre bestens bedient. Der Abstieg erfolgt durch die bewaldete Westflanke des Ebnerberges, dann über Waberg und Egglen, und durch das romantische Weidtobel mit dem Walenbach. Dieses Teilstück beschert uns dann noch einige Tücken. Nach 3 Stunden Wanderzeit mit 350 Meter Auf-, Abstieg erreichen  wir den Ausgangspunkt Kempten. Eine kurze Busfahrt führt zum Bahnhof Wetzikon, hier ist noch genügend Zeit für einen gesprächigen Abschlusshock im nahen Cafe Janz. Ein breites Angebot von verführerischer Patisserie bis süffigem Bier befriedigt alle Bedürfnisse der Gruppe. Wir danken unserem Leiter Sepp für die interessante Tour und den schönen Tag. Mutig hast du schon am Samstag die Tour um einen Tag verschoben, und uns statt einem ausgiebigen Regentag, ein vortreffliches Wanderwetter beschert.

PS:Nachgeführt seitens des Tourenleiters sei der Dank an Herbert (unserem kompeteten und bereitwilligen, regelmässigen Berichterstatter) für die spendierte Getränkerunde. Alles Gute Herbert, schön Dich immer unter uns SAC-lern wissen zu dürfen.

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