Berichte

Pazolastock–Rossbodenstock

Leitung:        Edith Schönbächler
Bericht:         Stephan Ochsner
Fotos:           Edith Schönbächler
Teilnehmer:  10 Mitglieder
Wetter:         Sonnig und herbstlich warm

Vorgesehen war eine Wanderung  auf den Pazolastock, 2740 müM und Rossbodenstock, 2837 müM im Oberalpgebiet. Die Webcams auf dem Oberalppass und bei der Maighelshütte zeigten nichts als Schnee. Edith offerierte uns daher eine Ersatztour auf zwei Wägitaler Gipfel.
Wir trafen uns beim Wägitalersee bei Punkt 932, südlich des Restaurants Oberhof. Nahe des Parkplatzes begrüssten uns 3 Rehe. Bis zum Aberliboden liefen wir uns ein; der Pfad erforderte keine spezielle Aufmerksamkeit und wir genossen den Blick auf den spiegelnden See. Nach der Brücke jedoch, bis zur Zindlenhütte, wurde es steil. Das Znüni bei der Hütte war verdient. Beim Gaden Oberer Zindlen hatte niemand Lust auf einen kurzen Trinkhalt. Während die goldgelben Flechten  auf der Südseite des Fundaments des Gadens in der Sonne leuchteten,  bot der kleine Grasplatz auf der Ostseite nichts als Gestank; die Schafe waren immer noch da. Die wenigen Meter im Fels im obersten Teil des Zindlenspitzes war kurz und einfach.
Die Sicht vom Gipfel war grossartig. Das Mittelland lag im Dunst, der Jura dahinter, im Süden jedoch  reichte es bis zum Finsteraarhorn.

Der Abstieg zum Sattel Richtung Rossälplispitz hatte es in sich. Die Ketten taten wirklich gute Dienste. Es war schade, dass wir die 200 Höhenmeter des Abstiegs nicht als Anlauf für die 170 Höhenmeter  auf den Rossälplispitz haben nützen können.  Der felsige Teil des Gipfels war gut begehbar, ein altes Drahtseil gab Sicherheit.  Der untere Teil jenes Seils lag versteckt im Grünen, man musste mit der Hand danach suchen. Das Grün bestand sich allerdings aus blumenlosen,  kurzgewachsenen aber hoch wirksamen  Brennesseln.

Die feuchte Abstiegsroute bis zur Hohfläschenmatt war teilweise 'bekettet' und gut markiert. Im Garten der bewirteten Hohfläschenhütte stillten wir den Durst und besprachen vergangene und zukünftige Touren in der Gegend.  
Es war eine toller Tag - vielen Dank Edith.
 

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