Berichte

Drei Königs-Skitour: Forstberg 2215 m

Teilnehmer: 4 Clubmitglieder
Geplant: Diethelm, umdisponiert wegen Schneemangel im unteren Bereich
Neues Ziel: Forstberg

Ausgangslage, Planänderung

Planmässig stand heute der Diethelm auf dem Programm. Bereits im unteren Bereich zeigte sich jedoch: zu wenig Schnee, der Untergrund war stellenweise noch offen. Deshalb entschieden wir uns spontan, die Tour anzupassen und ins hintere Ybrig auszuweichen, mit dem Ziel Piet, dann Forstberg.

Anreise und Start

Pünktlich um 9 Uhr fuhren wir in Schindellegi los. Zuerst waren wir zu dritt unterwegs, kurze Zeit später dann zu viert. Gemeinsam ging es in die Weglosen, wo wir bei sibirischen Minusgraden in die Tour starteten.

Aufstieg

Gleich im ersten Teil war spürbar, dass die Schneedecke unten noch dünn war: Grasbüschel und Steine kamen immer wieder zum Vorschein. Sobald wir auf die Strasse wechseln konnten, lief es deutlich angenehmer, dort ging es richtig gut voran.

In der Gruppe hatte man im weiteren Verlauf die Qual der Wahl:
- lieber Sonne für die Stimmung (Piet), oder
- lieber besseren Schnee für die Abfahrt (Forstberg).

Wir zogen weiter Richtung Forstberg. Das Beste: kein Wind! dadurch fühlten sich die Minusgrade deutlich weniger bissig an. Die Pausen hielten wir trotzdem eher kurz, denn sonst wäre der Tee in der Tasse schneller gefroren, als uns lieb war. Zu Beginn gab’s eine herrliche Aussicht bei blauem Himmel.

Unterwegs trafen wir einen entgegenkommenden Skifahrer, der uns noch den Tipp gab, für die Abfahrt besser die Strasse einzuplanen, ein Hinweis, der später tatsächlich Gold wert war.

Gipfelmoment und Dreikönigstag

Mit jedem Meter wurde die Aussicht weiter, bis wir schliesslich oben ankamen und den Rundblick geniessen konnten. Und weil heute Dreikönigstag war, durfte natürlich auch ein „König“ nicht fehlen: Ein Dreikönigkuchen wurde auf den Berg getragen. Und ja, der König ist da. Wie es sich gehört, wurde er feierlich mit dem Skistock zum König geschlagen und bekam die Krone überreicht. Die Krone blieb dann konsequenterweise auch für die ganze Abfahrt auf.

Abfahrt - der geniale Teil

Jetzt zum Teil, der alle neidisch macht: Der Schnee war genial. Wir fanden sogar noch unverspurtes Gelände, das wir natürlich sofort auskosteten (und gleich „markierten“, siehe Bild). Oben richtig schön mit Flow und breitem Grinsen.

Je weiter wir nach unten kamen, desto mehr änderte sich das Bild: Es wurde steiniger und das Labyrinthfahren begann... oder eher: Minenfeld. Mit Konzentration, guten Linien und etwas Glück kamen wir durch.

Ausklang

Den Abschluss machten wir würdig in der Druesberghütte zusammen mit dem Skiclub. Gut aufgewärmt von innen ging’s danach entspannt die Strasse hinunter mit dem Gefühl, einen richtig tollen Tag erlebt zu haben.

Fazit Verhältnisse:
Unten: wenig Schnee, steinig
Strasse: sehr gut zum Aufsteigen/Runterfahren
Oben: überraschend guter Schnee, teils sogar unverspurt
Wetter: zuerst blau, danach bewölkt, sehr kalt, aber windstill - sehr angenehm

Vielen Dank an alle!

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