Berichte

Geniesserwoche im Sellrain

 Geniesserwoche Sellrain 29.1.-3.2.2018  Montag, 29.1.201814 schneehungrige Skitourenfahrer nehmen abermals die Autofahrt via Feldkirch, Vorarlberg Richtung Innsbruck auf sich. Nördlich von Innsbruck biegen wir nach rechts ins Sellraintal ab und kommen ca. 12 Uhr 15 beim Hotel Antonie in Gries/Sellrain 1200 m.ü.M. an.Nachdem wir uns im Hotel umgezogen haben, fahren wir über Kühtai 2020 m.ü.M. und etwas weiter hinunter zum Stauseedamm 1902 m.ü.M. Nachdem wir die Skier angeschnallt haben, starten wir gegen 13 Uhr 30 zu einer Kurztour. Am Gipfelhang gibt es noch etliche Spitzkehren zu meistern, gegen 15 Uhr 15 erreichen wir den Gipfel des Schafzoll 2426 m.ü.M. Eine herrliche Aussicht haben wir bei Bilderbuchwetter. Nach einer stärkenden Pause fahren wir bei nicht allzu schlechtem Schnee mit etwas Bruchharst wieder zum Stauseedamm hinunter.    Dienstag, 30.1.2018Bei erneut wunderschönem Wetter fahren wir mit den Autos am Morgen ins Lüsenstal bis Praxmar 1687 m.ü.M. Ab hier starten wir um 9 Uhr. Erst laufen wir beim kleinen Schlepplift der Piste entlang und anschliessend durch den lichten Zirbenwald. Zum Teil über den Rodelwanderweg führt die Aufstiegsspur, vorbei an der «Kogelhütte» zum Steinmann (Stoanmandl) am Schönbichl. Weiter über ansteigende Almböden und Kuppen auf das Satteljoch 2734 m.ü.M. Hier machen wir ein Skidepot und wandern die letzte Etappe zu Fuss weiter Richtung Gipfel. Gegen 13 Uhr 30 erreichen wir die Lampsenspitze 2875 m.ü.M. Blauer Himmel und eine schöne Fernsicht bis nach Innsbruck ist unsere Belohnung. Die Abfahrt ist heute etwas weniger beschwerlich, die meisten von uns fahren auf den Spuren unseres Bergführers Franz hinterher, weiter unten bevorzugen wir den Rodelwanderweg und fahren gemütlich bis nach Praxmar hinunter und vernichten somit die knapp 1200 Höhenmeter Aufstieg.   Mittwoch, 31.1.2018 Auch heute sollte noch mehrheitlich gutes Wetter sein. Der Issboden 1720 m.ü.M. bei Kühtai ist unser heutiger Ausgangspunkt. Um 9 Uhr 15 starten wir recht steil durch den Wald aufwärts bis zur Oberen Issalm 1929 m.ü.M., von hier flacher weiter durch das Wörgetal. Einige von uns haben bereits unten beim Parkplatz ihre Harscheisen montiert um ihre Kräfte zu sparen. Weiter geht`s am Knappenhaus vorbei, war früher ein Bergbauwerk, bis zu den Oberen Böden 2300 m.ü.M. Hier gönnen wir uns erneut eine längere Pause, bereits spüren wir aufkommende, kühle Windböen. Danach «fellen» wir links an der Schwarzen Wand vorbei Richtung heutiges Tagesziel. Am steilen Gipfelhang ebnet unser Bergführer Franz eine kürzere Strecke mit der Lawinenschaufel aus, damit niemand bei der letzten Spitzkehre ins Rutschen kommt. Gegen 12 Uhr 30 erreichen wir den Wetterkreuzkogel 2587 m.ü.M. Lange halten wir es auf dem Gipfelplateau nicht aus, da der Wind schon etwas heftiger weht. Beim Gipfelkreuz vorne können wir ins Ötztal hinuntersehen. In einer windgeschützten Mulde rasten wir noch eine Weile und werden mit dem Gipfelschnaps von Damian und Thomas gestärkt. Nun fahren wir den ausgetretenen Gipfelhang hinunter und haben weiter unten recht passable Schneeverhältnisse, den Wald kommen alle von uns auch erstaunlich gut hinunter.  Nach dem kulinarischen Abendgenuss unterhält uns Damian mit Volksmusik auf seinem Akkordeon und manches bekannte Lied wird gesungen.   Donnerstag, 1.2.2018Morgens ziehen vom Inntal her Wolken auf und werden immer dichter. Kurz vor 9 Uhr starten wir bei Eisbrücke 1092 m.ü.M. im Fotschertal. Wir folgen einem Forststrässchen Richtung Bergheim Fotsch 1464 m.ü.M., dann weiter auf die Allmindalm 1755 m.ü.M. Hier machen wir eine ausgiebige Mittagsrast auf der geschützten Terrasse des Gasthauses, im Winter leider nicht bewirtet. Den Tee geniessen wir mit einem Schuss Cognac von Thomas und einem Schuss selbstkreierten Schnapps von Damian. Inzwischen fängt es zu schneien an und Nebel zieht auch schon auf. Gegen 12 Uhr laufen wir weiter auf einem Waldpfad Richtung Seigesalm 1879 m.ü.M. Links abbiegend verlassen wir den Wald und gelangen auf eine Kuppe bei Blüemlen. Inzwischen schneit es stärker. Bei einer Höhe von knapp 1900 m.ü.M. entschliesst Franz umzukehren. Zum ersten Mal in dieser Woche haben wir angenehmen Pulverschnee während der Abfahrt. Im Wald braucht Franz sein GPS, damit wir uns nicht verirren. Wir rutschen von Baumstamm zu Baumstamm und müssen achtgeben, dass wir nicht zu viele Tannenäste wegreissen. Schlussendlich gelangen wir wieder auf ein Forststrässchen und fahren zu den Autos retour. Gegen 14 Uhr sind wir bereits im Hotel und genehmigen uns das obligate Radler nach getaner «Arbeit».Einige von uns entspannen sich noch in der hoteleigenen Sauna. Unsere vier Jasser treffen sich erneut um 17 Uhr zur Spielrunde.   Freitag, 2.2.2018Wider erwartet ist heute besseres Wetter als die Prognose, es ist bewölkt mit etwas Nebel und recht kalt. Gegen 9 Uhr 15 starten wir ab Infang knapp 1400 m.ü.M. Richtung Juifenalm 2021 m.ü.M. Wir folgen gemütlich einer kurvenreichen Forststrasse und erreichen gegen 10 Uhr 45 die Juifenalm. Hier konsumieren wir im bewirteten Haus erst mal Knödelsuppe und Getränke. Danach brechen wir erneut auf und fellen via Kühgrübl den Hang hoch. Benno spurt zügig voraus, wir wandern gemütlicher hinterher. Die Wolken verziehen sich, doch weiter oben nach der Kühwarte auf 2543 m.ü.M. wird die Sicht wieder schlechter und Steine kommen vermehrt zum Vorschein. Franz entschliesst nicht weiter zu steigen. Bei der Abfahrt am Hang haben wir wunderbar weichen Pulverschnee und alle können schöne Schwünge im Tiefschnee drehen; in dieser Woche ist es die tollste Skiabfahrt. Unterhalb der Kühgrüblalm montieren wir wieder die Felle und müssen noch einen kurzen Gegenanstieg bis zur Juifenalm bewältigen. Dort kehren wir wieder ein und wärmen uns auf. Danach fahren wir den gleichen Weg hinunter zum Parkplatz.  Um 17 Uhr nehmen wir im Hotel an einer Weindegustation teil; der Hotelbesitzer ist ausgebildeter Sommelier und erklärt uns die verschiedenen Weiss- und Rotweinsorten aus Österreich. Acht verschiedene Sorten dürfen wir köstigen.Abends lassen wir uns abermals mit einem feinen 3-Gang-Menu verwöhnen. Die Küche war gut und die Bedienung ebenso. Später unterhält uns Damian wieder mit seiner Akkordeon und bei Bier und Schnaps lassen wir die Woche ausklingen.   Samstag, 3.2.2018Nach dem reichhaltigen Frühstücksbuffet heisst es Abschied zu nehmen und die Heimreise in die Schweiz anzutreten.Franz Zürcher ein herzliches Dankeschön für die abwechslungsreichen Skitouren und interessanten Abfahrten bei vorwiegend guten Wetterverhältnissen. Ebenso ein Dankeschön allen Teilnehmern für die Kameradschaft.   Berichterstatter: Emmi SchmidTeilnehmer: 11 und 2 GästeFotos: Bruno Rhomberg; Franz Zürcher

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