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Chaiserstuel via Schonegg Pass

Ein leider nur kleines Teilnehmerfeld begibt sich nach der - insbesondere auf der zweiten Sektion der LSB - sehr luftigen und originellen Fahrt ab der Bergstation auf Widderen, 1662 m. auf den sonnigen, einfach über Weidegelände verlaufenden, Anstieg via Rinderstafel (unter dem teils wolkenverhüllten Hoh Brisen hindurch) zur Sinsgäuer Schonegg.

 

In ungefähr südlicher Richtung folgen wir anschliessend der Gratschneide (gleichzeitig Kantonsgrenze zwischen UR und NW) auf dem nun wbw markierten unschwierigen Steiglein zum Einstieg in die steile Flanke auf ~ 1935 m. Einige wenige Male leicht Hand anlegend gewinnen wir P. 1993; der hier 45° steile Hang erfordert wegen des sehr nassen Untergrundes erhöhte Vorsicht und gute Trittsicherheit - ein Ausrutscher auf dem saftigen Steig übers tropfnasse Gras endete übel …

In vielen Serpentinen windet sich der Bergweg hoch, abwechslungsweise im Schatten, seltener an der Sonne. Endlich, auf ~ 2030 m, erreichen wir abflachende, nun durchwegs sonnige und deshalb meist trockenere Abschnitte. Auf dem Oberalper Grat angelangt, auf ca. 2200 m Höhe, wendet sich der AWW in südwestlicher Richtung unserem Gipfelziel zu - angenehm ist's hier zu wandern, den Blick auf Sulztal zu werfen und die interessante, teils karstige Landschaft zu geniessen - nur: meist bleiben zahlreiche der umliegenden höheren Gipfel von Wolken verdeckt …

Nun, der Gang (die beiden Erhebungen P. 2235 und P. 2291 nordwestseitig umgehend) zum Schussanstieg zum ESE-seitigen Grataufschwung im leichten Schrofengelände gefällt uns dennoch sehr. Und schliesslich lassen wir die einzige an ein Alpinwandern erinnernde Kraxelstelle im Felsband zum Gipfelplateau nicht aus: guttrittig und genussvoll überwinden wir (entweder in einem kurzen Riss oder an der Kante) diese Preziose und erreichen das bevölkerte grüne Gipfelplateau des Chaiserstuels - der markierte Weg führte ums Gipfelfelsband herum zum Normalaufstieg auf der SW-Seite.

Länger verweilen und geniessen wir den Gipfelaufenthalt - und können zwischendurch doch einige Hinüberblicke zu bekannten erreichten Nachbarn werfen wie auch über die Bietstöck einen Blick zum Bannalpsee hinunter werfen.

 

Auf dem erwähnen Normalzustieg schreiten wir über die Bannalper Schonegg einfach hinunter Richtung Bannalper Schonegg, kürzen jedoch übers Gras ab zum BWW hinunter in die Flanke zu P. 2194.

Nach wie vor mit viel Sonnenschein unterwegs, steigen wir an der Hütte (Gruenboden) vorbei ab, den Bannalpbach überschreitend, auf dessen rechten Seite nach Büelenboden. Eine neue Wegführung unterquert nun die Alp Räckholteren - wegen Mutterkuhhalterung (möglicherweise mögen auch andere Gründe mitspielen …) - und leitet erst auf Gräben wieder in den bekannten BWW über.

Nachdem ich wenige Zeit vorher erfahren habe, dass meine Tochter Viviane mit Romeo auch die Bannalp ansteuern, streben wir ohne Einkehr der Bergstation Bannalp, Chrüzhütte zu; verabschieden uns hier von Susanne und steigen ab auf dem unschwierigen BWW Richtung Bannalpsee.

 

Auf P. 1627, nahe der Kapelle, biegt der Weg ab und lässt uns in Kürze die Terrasse des Gasthauses Bannalpsee erreichen - zusammen mit meinen beiden Familienmitgliedern erfreuen wir uns ob des unerwarteten Zusammentreffens sowie des Einkehrschwunges.

Nach diesem endet die Clubtour nach wenigen Dutzenden Metern bei der LSB-(Berg)Station Bannalpsee.

 

¾ h bis Sinsgäuer Schonegg

1 ¼ h bis Chaiserstuel

1 h 35 min

 

unterwegs Susanne, Ursula, Daniel, Jumbo und Präsident SAC Huttwil Peter H.