Berichte

Nadelhorn 4327 müM

Leiter, Bericht:         Hubert Späni
Fotos:                       Hubert Späni, Herrmann Guggenberger
Teilnehmer:              5 Mitglieder
Wetter:                     Samstag u. Sonntag sonnig, Montag Schnee

Vollgepackt mit allen Utensilien, die ein Bergsteiger für eine Hochtour braucht, verlassen wir das Klosterdorf Richtung Wallis. Zur Mittagszeit starten wir in Gasenried (1659 müM) den Hüttenanstieg durch eine eindrückliche Gletscherlandschaft mit riesigen Moränenzügen zur Bordierhütte (2886 müM). Nur das Eis, das ist schon weit zurückgeschmolzen.
Rechtzeitig erreichen wir die Hütte und geniessen noch die vorabendlichen Sonnenstrahlen.

Sonntag morgen, 03.45 Uhr, Aufstehen!
Spätestens jetzt erkannten alle, dass wir nicht auf einer Plauschtour sind. Nach dem Frühstück marschieren wir in der Dunkelheit über eine Moräne. Wir erreichen den Gletscher und es begann aufzuhellen. Der Schnee auf dem Eis war gut durchfroren, sodass wir zügig vorwärts kamen. Schon bald überschreiten wir das Ulrichshorn (3924 müM) und erreichen das Windjoch (3847 müM). Es macht seinem Namen alle Ehre und deshalb bleibt Eveline auf der geschützten Seite zurück. Ihr ist es zu windig.
Zu viert steigen wir dem Gipfel (4327 müM) entgegen. Da wir von der Bordierhütte heraufgekommen sind, sind wir später dran als der ganze Touristenstrom, was uns im Auf- wie auch später im Abstieg entgegen kommt. So können wir uns bald für die gelungene Gipfelbesteigung gratulieren. Wir geniessen da oben die herrliche Rundsicht und stärken uns für den Abstieg.

Zurück im Windjoch geniessen wir an einer Windgeschützten Stelle die wärmende Sonne, bevor wir uns zur Mischbelhütte aufmachen. Da es zur Hütte hinunter nicht mehr sehr weit ist, können wir den Abstieg ganz locker angehen. In der Hütte werden wir von der Hüttenwartin herzlich empfangen.
Herrmann muss am Montag arbeiten und steigt deshalb gleich nach Saas Fee ab. Wir beziehen unser Nachtquartier. Es hat soviel Platz, dass die Wahl der Liegefläche fast zur Qual wird. Das ist das schöne, wenn man den Hüttenabstieg erst am Montag macht.

Noch vor dem Nachtessen beginnt es dann zu schneien. Das hat uns nicht sehr beunruhigt, da der Wetterbericht ein wenig Schneefall in der Nacht vorausgesagt hat. Doch am Morgen war dann die Überraschung perfekt. Es hatte 30 cm Schnee auf der Terrasse. Davon waren sogar die Einheimischen überrascht.

Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns dann im Schneetreiben auf den Abstieg. Der Schnee war recht feucht, was gute Tritte bedeutete. Dank einer weiteren Gruppe, die mit uns abstieg, mussten wir nicht alles alleine spuren. So erreichten wir nach 500 Höhenmeter Abstieg die grünen Wiesen und konnten uns auch der Winterausrüstung entledigen. Inzwischen drückte auch wieder die Sonne durch.

In Saas Fee angekommen stürmten wir sofort einen Laden. Wir deckten uns für die Heimreise ein. Wir stellten nämlich fest, dass das Schweizer ÖV-Netz so gut funktioniert, dass man beim Umsteigen gar nie Gelegenheit erhält, sich mit Verpflegung einzudecken. Und wir wollten nicht hungrig zu Hause ankommen.

Ich danke allen Teilnehmern für die gute Stimmung und das Vertrauen.
 

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