Berichte

Thurweg 3

Leitung: Alfred Kälin 
Bericht:  Karl Marty
Fotos:    Alice Kälin 
Teilnehmer: 29 SAC und 2 Gäste 
Wetter:  schön, kalte Bise

Kurz nach 7 Uhr verlässt eine rekordverdächtig zahlreiche Wanderschar Einsiedeln; mit der SOB fahren wir über Rapperswil und durch den Rickentunnel nach Wattwil. Noch auf dem Perron stehend, sehen wir das ehemalige Kapuzinerinnen-Kloster Sankt Maria, das nun einer Wohngemeinschaft als Unterkunft dient. Vor dem Aufbruch zur viereinhalbstündigen und 16 km langen Wanderung heisst Fredi die erwartungsfrohe Gruppe willkommen, gibt die Route bekannt und dankt Emmy Engeler für die Bereitschaft, dass sie die Kosten des Morgenkaffees mitsamt Gipfeli übernimmt.
Die 1. Etappe ist zum Einlaufen bestens geeignet. Wir wandern der momentan zahmen Thur entlang, mal rechts und dann wieder links vom Fluss aus der Stadt Wattwil hinaus. Wir passieren einige Brücken, auf einmal ertappe ich mich beim Summen von Peter Maffays Lied «Über sieben Brücken musst du gehn». Vor dem Wasserfluhtunnel zweigen wir links ab und eine kurze Steigung erhöht den Puls ein wenig, dann erreichen wir unter den schönen Arkaden von Alt-Lichtensteig gehend das Cafe Huber zum obligaten Kaffeehalt.
Die 2. Etappe verlangt etwas Trittsicherheit, natürlich nicht durch die schmucken Aussenquartiere von Lichtensteig. Aber nach einem leichten Auf und Ab wiederum rechtseitig der Thur mit herrlichem Tiefblick auf Dietfurt und Ganterschwil verengt sich der Weg vor einem grossen Bachtobel. Ab hier ist Konzentration auf den Weg angesagt. Wir nehmen den steilen Zickzackweg im lichten Wald in Einerkolonne in Angriff und erreichen auf der Anhöhe die Burgruine Rüdberg. Die Burg diente vom 13. Jahrhundert an als Wegsperre, meist unter Aufsicht von Dienstleuten der Grafen von Toggenburg. Heute ist die Anhöhe mit Feuerstelle und Bänken ausgestattet und gab uns Gelegenheit zu einer kurzen Rast. Nach einem Abstieg wandern wir geradeaus dem Laufenwald entlang, die Thur überschreiten wir für einmal auf einer Hängebrücke in Einerkolonne. Die Tragkraft hätte sogar für fünfzig Personen gereicht! Bald wieder festen Boden unter den Füssen erreichen wir Bütschwil. Hier dürfen wir mit Einwilligung des Sigristen an der Südseite der Sankt-Kilians-Pfarrkirche von Bütschwil unser Mitgebrachtes geniessen.
3. Etappe: Mittlerweile haben Wolken die Sonne etwas abgedämpft, wir aber schreiten gestärkt und mit frischem Elan auf dem von Tourismus Bütschwil getauften Waldrandweg «Fit und zwäg uf em Powerweg» auf die Anhöhe von Kapf/Hätschberg, links an Grämigen vorbei zur Station Lütisburg. Etwas früher als geplant nimmt uns eine Komposition des «SBB-Thurbo» in Empfang. Bereits vor 16 Uhr treffen wir wieder in Einsiedeln ein.
Nicht nur das Wandern macht zufrieden, besonders auch der zwischenmenschliche Austausch unter Gleichgesinnten wirkt bereichernd!
Diese abwechslungsreiche Tour trägt punkto  Routenwahl und tadelloser Organisation eindeutig die Handschrift unseres Meisters. Herzlichen Dank an Fredi von allen Teilnehmenden.

 

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