Berichte
Am Schattä na. Ä Schluchtä Wanderig
Leitung:
Teilnehmer:
Bericht:
Fotos: Hedy Triponez
Wetter:
Die heutige Tour können wir unter den herrlichsten Bedingungen durchführen. Den ganzen Tag haben wir einen wolkenlosen Himmel. Es ist zwar etwas warm, aber der Wanderweg verläuft zum grossen Teil auf schattigen Waldwegen.
Zu unserm Bedauern müssen wir die traurige Nachricht erfahren, dass kürzlich Herbert Heinle, ein treues Mitglied des SAC, nach längerer Krankheit verstorben ist. Zu seinem Gedanken schalten wir eine Schweigeminute ein.
Nach dem Kaffeehalt in einem Restaurant neben dem Bahnhof Hinwil starten wir unsere Wanderung durchs Wildbachtobel mit einem kurzen Abstecher auf die Burgruine Bernegg. Die Herren von Bernegg standen im Dienst des Klosters St. Gallen und der Grafen von Rapperswil und sind bis 1318 nachweisbar. 1974 wurde die Ruine letztmals saniert.
Weiter führt unser Weg nach Girenbad an der bekannten Käserei und dem Kurhotel Girenbad vorbei und zu den 200 Meter höher gelegen Allmen, wo wir uns eine Trinkpause gönnen. Nun müssen wir noch einen ziemlich steilen Aufstieg bezwingen, bis wir den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht haben.
Auf einem schmalen Wanderweg mit vielen Treppenstufen geht es wieder bergab. Bevor wir den Mittagshalt einschalten, machen wir noch einen kurzen Abstecher zur Täuferhöhle. Wie uns unser Tourenleiter zu erzählen weiss, war die Täuferbewegung eine radikale christliche Bewegung, die eine radikale Rückkehr zum Urchristentum forderte. Ihre Forderungen gingen noch viel weiter als die von Zwingli und Luther. Da sie verfolgt wurden, mussten sie sich auch verstecken, so zum Beispiel in dieser schwierig zugänglichen Höhle.
In der Nähe dieser Höhle nehmen wir nun unsere wohlverdiente Mittagsverpflegung ein, mit einer herrlichen Aussicht auf Bäretswil.
Wir brechen wieder auf, vorbei an der alten Säge, über Stockrüti, Stöckweiher und dem Aabach entlang.
Dieser Bach war während der Frühindustrialisierung von zentraler Bedeutung. Zwischen Wetzikon und Uster war der Aabach so gewinnbringend, dass er Millionenbach genannt wurde.
Nach dem Schlusstrunk in Bäretswil bringt uns der Bus zum Bahnhof Wetzikon.
Mit der Bahn nach Rapperwil und Einsiedeln schliessen wir unsere SAC-Wanderung ab.
Zum Schluss möchte ich es nicht unterlassen, unserem Tourenleiter ganz herzlich zu danken für die gute Organisation und die sehr interessanten Ausführungen über dies und das.
Auch der Fotografin Hedy Triponez sind wir immer wieder sehr dankbar für die schönen Fotos, welche die Berichte beleben.

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