Berichte
Haggenspitz 1762 m - Chli Mythen 1811 m
Leitung: Martin Ochsner
Teilnehmer: 6 Clubmitglieder
Bericht: Benno Ochsner
Fotos: Markus, Christian, Martin
Wetter: wolkenlos, sehr warm
Wer im Grossraum Einsiedeln wohnt und sich als Wanderer versteht, sollte auf dem Mythen gewesen sein. Und ein Bergwanderer auch auf dem Kleinen Mythen. Wer aber Alpinist oder mindestens Alpinwanderer zu sein vorgibt, müsste wohl alle Mythengipfel bestiegen haben.
Und so wurde die Ueberschreitung der Kleinen Mythen von der Haggenegg bis Zwüschet Mythen wieder einmal im Tourenprogramm des SAC Einsiedeln angeboten. Dem heissen Wetter der letzten Wochen geschuldet, wurde die Besammlung vom Tourenleiter bereits auf 7.30 Uhr festgelegt. Und so konnten - nach ruhigem Zustieg - um acht beim bekannten Felskopf im letzten Wäldchen die Seilschaften gebildet, die Ausrüstung montiert und der Haggenspitz in Angriff genommen werden. Das gemischte Geh- und Steiggelände dort ist bei Nässe etwas gefürchtet, aber so trocken, dass alles bröselet und die wunderbaren Wurzelgriffe dürr knacken, sollte es auch wieder nicht sein.
Und so gings zügig aufwärts, die Kletterstellen verschafften Verschnaufpausen und Gelegenheit, das alpintechnische Repertoire wieder einmal anzuwenden. Und die Route (natürlich ohne Umgehung des Müller-Chämis) war Genuss bis zum Gipfel.
Der Abstieg zum Griggeli erforderte wie üblich einige kleine Turnübungen und der erneute Aufstieg zum Nordkamin des Chli Mythens – an der prallen Sonne – war sehr schweisstreibend.
Auch die kleine Kletterei durch den Kamin wurde trefflich gemeistert, ohne Hektik und ohne Steine «z’tröilä». Oben auf dem Gipfel vermischtes Publikum, zum Teil auch mit Helm und Seil, mehr aber mit minimalistischen Rucksäcklis und nigelnagelneuen Outdoor-Laufschuhen.
Gemütliche Pause beim Gipfelkreuz, wenig essen, viel trinken, Fotos, Plauderei, unsere Gruppe fühlte sich schon ganz wohl und locker. Beim Abstieg, auf dem Weglein und über den Blockgrat zum Vorgipfel kreuzten wir noch einige Grüppchen, aber alles verlief reibungslos. Und der Abstieg dann, ohne Helm und Gurt, war einfach nur sehr warm. Die Alp Zwüschet Mythen kam uns vor wie eine Oase in der Wüste, und wir wurden auch tatsächlich erfolgreich vor dem Verdursten gerettet.
Eine wunderbare kleine Bergtour mit stabilem Schönwetter (seit Wochen!!) und sehr kameradschaftlichem Umgang, danke Martin, es war mega.

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