Berichte

JO Sommertourenwoche

Leitung: Urs Horath, Marcel Schönbächler
Wetter: mehrheitlich schönes Sommerwetter
Berichte: Martina, Renja, Lena, Paula und Marcel

Montag, 20. Juli 2026

Der erste Tag unseres Hochtourenlagers begann bei herrlichem Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein reisten wir gemeinsam von Einsiedeln nach Reichenbach im Kandertal. Von dort ging es mit dem Postauto weiter auf die Griesalp, dem Ausgangspunkt unseres Hochtourenlagers.
Von der Griesalp machten wir uns auf den Weg zur Gspaltenhornhütte SAC. Der abwechslungsreiche Weg führte uns durch eine eindrucksvolle Landschaft mit Wasserfällen. An einer Stelle verlief der Weg so nahe am Wasserfall vorbei, dass wir ohne Regenschirm nass geworden wären. Zum Glück standen dort Regenschirme bereit, die wir für dieses Wegstück benutzen durften. Diese originelle Idee machte den Aufstieg zu einem besonderen Erlebnis. Anschliessend setzten wir unseren Weg fort und genossen die herrliche Berglandschaft bis zur Gspaltenhornhütte.
Zur Mittagszeit erreichten wir die Hütte, wo wir uns mit einem feinen Mittagessen stärkten und eine kurze Pause einlegten. Frisch erholt stand am Nachmittag bereits das Nächste auf dem Programm, der Klettergarten direkt unter der Gspaltenhornhütte.
Somit ging der erste Tag voller Eindrücke zu Ende.

Dienstag, 21. Juli 2026

Der heutige Tag startete früh morgens. Unser Ziel war es, das Gspaltenhorn zu besteigen. Der Weg führte zuerst durch einen steilen, gerölligen Weg hinauf bis zum Grat. Auf dem Grat war es sehr windig, und ab hier waren wir am Seil unterwegs. Auf dem Gspaltenhorn hatten wir eine weite Aussicht und konnten Eiger, Mönch und Jungfrau gleich nebenan erkennen. Nach einer Stärkung ging es wieder den Aufstiegsweg hinunter bis zur Gspaltenhornhütte, in der wir noch eine zweite Nacht übernachteten. Wieder bei der Hütte angekommen, assen wir eine feine Rösti und besprachen die Tour des nächsten Tages. Am Abend genossen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Mittwoch, 22. Juli 2026

Heute klingelte der Wecker erst um 6.20 Uhr. So machten wir uns gut ausgeruht auf den Weg Richtung Gamchilücke. Nach einer vierstündigen Tour über Fels, Geröll und Gletscher erreichten wir die neu gebaute Mutthornhütte. Bei einem Willkommenssirup und feinen Guetzli bewunderten wir die wunderschöne Aussicht und die eindrucksvolle Hütte. Nach dem Mittag machten wir uns mit gestärktem Magen auf zur Nordseite des Mutthorns, um mit der Überschreitung zu beginnen. Urs fand für uns über den selten begangenen Aufstieg zum Mutthorn meist den einfachsten Weg. Nach einigen kniffligen Stellen erreichten wir schliesslich den Gipfel. Beim Abstieg über die Normalroute genossen wir den Ausblick auf unser morgiges Ziel, das Tschingelhorn. Ein leckeres Nachtessen und die schöne Abendstimmung liessen uns einen erlebnisreichen Tag ausklingen.

Donnerstag, 23. Juli 2026

Früh am Morgen brachen wir von der Mutthornhütte auf und querten den Gletscher in Richtung Grosses Tschingelhorn. Mit der einsetzenden Dämmerung bot sich eine eindrucksvolle Stimmung und die umliegende Bergwelt zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Unterhalb des Grates begann die Kletterei. Der Aufstieg verlief abwechslungsreich, wurde jedoch durch kalten Wind erschwert. An exponierten Stellen machte sich die Kälte deutlich bemerkbar, so dass ein Ambiente wie in einer Tiefkühltruhe entstand.
Nach einigen Stunden erreichten wir das Kleine Tschingelhorn in Begleitung eines Ohrwurms. In Anbetracht des Bergnamens sollte dieser wohl bekannt sein. Nach einer kurzen Verpflegungspause setzten wir den Aufstieg zum Grossen Tschingelhorn fort. Auf dem Gipfel angekommen, genossen wir die Aussicht und hielten den Moment mit einem Gipfelfoto fest. Die anschliessende Pause verbrachten wir an einem windgeschützten Ort.
Der Abstieg führte uns das grosse Tschingelhorn hinunter, bis hin zum Gletscher. Anschliessend führte der Weg um das Kleine Tschingelhorn herum zurück zur Mutthornhütte. Bei strahlendem Wetter erreichten wir die Hütte und freuten uns auf eine Stärkung.

Freitag, 24. Juli 2026

Es stand bereits der letzte Tag der diesjährigen Hochtourenwoche auf dem Programm. Beim Frühstück stärkten wir uns für die letzte Etappe. Wenig unterhalb der Hütte betraten wir den Kanderfirn und stiegen gegen den Petersgrat auf. Der Tag erwachte langsam und tauchte die umliegenden Berge in ein schönes Licht. Auf dem Petersgrat angekommen, öffnete sich ein atemberaubendes Panorama auf die Walliser Berge. Mit der Sonne im Rücken und dem Grat vor uns, marschierten wir auf der Kantonsgrenze zwischen Bern und Wallis in Richtung Westen und überschritten den Rote Tätsch und das Birghorn. Nach dem Elwertätsch verliessen wir den Grat und stiegen ins Lötschental ab. Je näher wir der Lauchernalp kamen, umso mehr veränderte sich die Landschaft von Gletscher- und Blockgelände in liebliche Alpwiesen. Für den finalen Abstieg nach Wiler gönnten wir uns die Gondelbahn. Bis das Postauto nach Goppenstein eintraf war noch genug Zeit, um sich zu verpflegen. Von da ging es mit dem Zug über Bern und Zürich wieder zurück nach Einsiedeln, wo alle müde, aber glücklich ankamen.

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