Berichte

Franz. Baskenland: Hiking/Kultur/Genuss

Leitung: Bruno Hensler
Teilnehmer:
Samstag bis Montag 8 Clubmitglieder, ab Dienstag 5
Bericht: Patrizia Eppler
Wetter:
warm, ab und zu heiss und schwül, windig, Morgennebel

Durchgeführte Wandertouren
Pic Jara 812 m, Pic d`Iparla 1047 m, Pic d`Orhy 2017 m, Mont Baigura 897 m und Mont Laina 869 m, Col Atharri 812 m, Grotte de La Verna (die grösste Halle in einer Höhle der Welt).

Kulturelle Erlebnisse
Dorfrundgang mit Citadelle, Pelota-Spiel, baskische Restaurants, Schafkäserei, Weingut- und Brennereibesuch, Degustation von regionalem Brandwasser.

Tag der Anreise
Die Anfahrt führte über 1'300 km via Genf, Valence, Nîmes, Toulouse und Pau ins Baskenland. Rund 15 Stunden waren wir unterwegs, begleitet von viel Verkehr und zahlreichen Staus. Bei unserer Ankunft hatte unser Tourenleiter Bruno zusammen mit seiner Familie bereits die Unterkunft übernommen, den Grosseinkauf erledigt und sogar die Vorspeise vorbereitet. Wir wurden empfangen und umsorgt wie Könige.

Tag der Wärme (Hitze)
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Akklimatisation. Die erste Bergtour führte uns auf den Berg Jara bei Gipfeltemperatur von 34 Grad. Die Rundsicht auf das Dorf, die Streusiedlungen sowie die umliegenden Berge und Hügel war fantastisch. Bereits hier zeigten die ersten Gänsegeier ihre eindrücklichen Flugkünste hoch über und sogar unter uns entlang der steilen Bergflanken. Beim Abendessen im Restaurant diente die Serviette allerdings weniger der Mundhygiene als vielmehr dem Abtrocknen der Schweissperlen auf der Stirn.

Tag der Grenze
Es folgten wunderschöne Rundwanderungen entlang der französisch-spanischen Grenze. Farnbewachsene Hänge, felsige Passagen mit eindrucksvollen Tiefblicken und weitläufige Hochebenen prägten die Landschaft. Den höchsten Punkt erreichten wir auf dem Pic d'Orhy 2'017 m, dem höchsten Berg der westlichen Pyrenäen.

Tag der Tiere
Jeden Tag begleiteten uns Gänsegeier, dazu konnten wir auch einige Bartgeier beobachten. Ein besonderes Erlebnis war am Mittwoch, als sich zahlreiche Geier in nächster Nähe über einen Schafkadaver lautstark hermachten. Ein Naturschauspiel, das wohl nur wenige zu Gesicht bekommen. Vom Schaf blieb am Ende lediglich die Ohrmarke übrig. Überall begegneten uns frei lebende Pferde sowie grosse Schafherden auf den kargen Weiden. Entsprechend schnell füllte sich das Profil unserer Wanderschuhe mit den Hinterlassenschaften der Tiere.

Tag des baskischen Spiels
Ein kultureller Höhepunkt war das baskische Rückschlagspiel Pelota. Zwei Mannschaften mit je drei Spielern kämpften um Punkte, indem sie mit einer gebogenen, aus geflochtenem Material gefertigten Armverlängerung den kleinen Ball mit enormem Schwung gegen die hohe Frontwand schlugen. Profispieler aus den USA demonstrierten uns das faszinierende Spiel in der Abenddämmerung unter Flutlicht. Den stimmungsvollen Abschluss bildete die gesungene baskische Nationalhymne.

Tage des Testens
Auch das Kulinarische kam nicht zu kurz. Lokale Spezialitäten in den Restaurants, Wein-, Schnaps- und Käsedegustationen gehörten ebenso zum Programm. Es lässt sich wahrlich hervorragend leben im Baskenland.

Tage der Mücken
Sommer gleich Mückenzeit. Alle sind verstochen. Die Blutsauger hinterlassen rote Flecken an Armen und Beinen und auch an den Wänden der Wohnung. Einsprayen, Wärmebehandlung der Stiche, Eincrèmen mit Beruhigungssalbe und Mückenjagd. Das gehört zu unserer täglichen und auch nächtlichen Beschäftigung.

Tage des Essens
Dass unser Tourenleiter Bruno nicht nur ein perfekter Organisator der Wanderungen und Freizeitaktivitäten ist, bewies er auch in der Küche eindrücklich. Was er Tag für Tag auf unsere Teller zauberte, war schlicht hervorragend. Dazu organisierte er stets den passenden Wein. Bei Bruno stimmte einfach jedes Detail. Die ausgezeichnete Kameradschaft wurde ausgiebig gepflegt und gefeiert. Alle waren hell begeistert. Ein herzliches Dankeschön an Bruno für diese erlebnisreichen, genussvollen und unvergesslichen Tage in dieser eher unbekannten Region Frankreichs.

Nacht der Heimreise
Wir Einsiedler machten uns am Freitagabend auf die Rückreise via Bordeaux - Lyon - Genf . Dank wenig Verkehr sind wir nach rund zwölf Stunden Fahrt am Samstagmorgen um halb zehn wohlbehalten zu Kaffee und Gipfeli in Einsiedeln eingetroffen. Danke unserem Fahrer Hubi für seinen Dauereinsatz am Lenkrad.
Bruno musste noch am Samstag morgen die Unterkünfte abgeben und dann zu seiner Familie nach Bordeaux nachreisen.

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