Berichte

Trailrunning Engelberg

Leitung: Julia Brunner
Teilnehmer: 2 Gäste (davon 1x SAC Mythen)
Bericht: Julia Brunner
Fotos: Julia Brunner, Jeanine Schnüriger, Peter Inderkum

Wetter: Sonnenschein

Weil ein weiterer heisser Sommertag angekündigt war, starteten wir etwas früher als ursprünglich geplant. Auch die Route wurde kurzerhand hitzetauglich optimiert: möglichst viel Schatten, möglichst viel Wald und – ganz wichtig – eine wohlverdiente Abkühlung im See. Vor dem Kloster Engelberg ging es los, zunächst gemütlich dem Aaweg entlang. Unser Ziel, der formschöne Bitzistock, zeigte sich bereits aus der Ferne. Von unten wirkte er noch so, als wolle er uns mit ein paar technischen Gemeinheiten überraschen – zum Glück blieb er dann aber deutlich freundlicher, als er aussah. Schon bald tauchten wir in den idyllischen Wald des Wantobels ein. Zwischen moosbedeckten Felsen, kühler Waldluft und märchenhafter Stimmung fehlten eigentlich nur noch ein paar Zwerge mit Mini-Trekkingstöcken. Nach der Überquerung von Arni- und Wangbach führte uns ein ausgewaschener Pfad hinauf zum Plateau bei Arni und der Wanghütte. Dort gönnten wir uns die erste Aussichtspause: blühende Wiesen, markante Felsen, nahe Schneefelder und das gemeinsame Rätselraten, wo genau nun eigentlich die Melchsee-Frutt liegt. Weiter ging es hinauf zum Bitzistock auf 1845 Metern. Oben wurden wir mit einem prächtigen Blick auf Engelberg, den Trübsee und den majestätischen Titlis belohnt. Nach einem kurzen Downhill erreichten wir den Trübsee, wo wir in einer ruhigen Bucht Picknick machten und die Füsse – oder gleich etwas mehr – ins erfrischende Wasser hielten. Anschliessend führte uns der Weg weiter zum Bergrestaurant. Ja, auch Trailrunnerinnen und Trailrunner wissen eine Pause, einen Kaffee und ein bisschen Sitzkomfort durchaus zu schätzen. Der anschliessende Abstieg im Zickzack war herrlich flowig. Jeanine zündete dabei den Turbo und schoss davon wie eine Rakete – die Schallmauer dürfte sie irgendwo oberhalb von Engelberg leise geknackt haben. Insgesamt war es eine schöne, abwechslungsreiche und überraschend gemütliche Tour mit Wald, Aussicht, See und Kaffee. Sie hätte fast noch etwas länger sein dürfen – aber nur fast.

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