Berichte
Wanderwoche Arosa
Leitung: Alfred und Alice Kälin
Teilnehmer: 23 Clubmitglieder
Bericht, Fotos: Alfred und Alice Kälin
Wetter: sonnig, teils bedeckt, etwas Regen
Montag, 18. August: Bei schönstem Wetter reisen wir mit der Bahn nach Arosa. Der Besitzer des Hotels Hohe Promenade begrüsst uns beim Bahnhof und übernimmt unsere Koffern, die er zum Hotel transportiert. Er übergibt auch jedem eine Arosa Card, die zu Gratisfahrten auf den Bahnen berechtigt. Bevor wir mit der ersten Wanderung beginnen, machen wir einen gemütlichen Halt beim Café Steiner-Beck. Dann umrunden wir den idyllischen Obersee und steuern auf die Weisshorn-Luftseilbahn zu. Diese bringt uns zur Mittelstation, wo wir beim bekannten Bärenland aussteigen und die beliebten Tiere beobachten. Mit der Luftseilbahn fahren wir dann weiter zum höchsten Punkt unserer Wanderwoche, dem Weisshorn 2653 m. Hier, im geräumigen Bergrestaurant, werden wir bestens bewirtet. Die Aussicht auf die unzähligen Berggipfel ist fantastisch. Am Nachmittag fahren wir zurück zur Mittelstation und wandern dann über Tschuggen nach Innerarosa und zu unserem Hotel Hohe Promenade.
Dienstag, 19. August: Auch heute erleben wir einen sonnigen, heissen Wandertag. Mit der Seilbahn geht es wieder auf das Weisshorn. Über den steilen, aber gut angelegten Wanderweg, steigen wir hinunter zum Carmennapass 2368 m und weiter über Alpweiden und steinigen Passagen wieder aufwärts zur Hörnlihütte. Hier werden wir freundlich zum Mittagessen empfangen. Gerne wären wir nachher mit der mächtigen Urden-Seilbahn zum Urdenfürggli beim Parpaner Weisshorn gefahren, aber diese Bahn fährt leider seit zwei Tagen wegen Revisionsarbeiten nicht mehr. Wir fahren aber mit dem Hörnli-Express hinunter nach Inner-Arosa und machen eine Wanderung zum Schwellisee. Bei der Umrundung dieses schönen Bergseeleins nehmen wir es recht gemütlich. Werner unternimmt sogar ein erfrischendes Bad im kühlen Wasser. Zu Fuss geht es heimwärts zu unserem Hotel.
Mittwoch, 20. August: Wie prognostiziert, beginnt der heutige Tag mit starkem Regen. Wir sind aber guter Hoffnung, dass das Wetter bald besser wird. Und so starten wir nach dem Morgenessen, etwas widerlich, mit Regengewand und Regenschirm. Mit der Luftseilbahn fahren wir wieder zur Mittelstation beim Bärenland. Der Regen hat etwas nachgelassen, aber er begleitet uns bis am Mittag. Die heutige, bekannte Rundwanderung führt zur Ochsenalp und zurück nach Arosa. Trotz des Regens ist es eine angenehme Tour über schöne Alpweiden und lockeres Gelände, einzig der Aufstieg durch den Föhrenwald ist ziemlich anstrengend. Beim Aussichtspunkt „Maraner Hauptji“ geniessen wir die Aussicht nach Arosa und über das Bergtal Schanfigg. Bei leichtem Regen laufen wir weiter zum Alprestaurant Ochsenalp. Die Chefin stellt uns die grosse Alp mit 220 Rindern vor und kocht für uns währschaftes Essen. Es hat aufgehört zu regnen. Der Rückweg führt über Rot Tritt, die Prätschalp und den Eichhörnliweg nach Arosa.
Donnerstag, 21. August: Heute ist es bedeckt und kühl mit einigen Regentropfen, ideal für eine leichte Wanderung nach Litzirüti und Langwies. Vom Hotel geht’s hinab zum Obersee, Untersee (Badesee) und zum Stausee Isel 1606 m. Interessant zu sehen sind die riesigen Kiesmengen, die von den umliegenden Bergbächen angeschwemmt und hier verarbeitet werden. Im Stausee vergnügen sich liebliche Entenfamilien. Wir laufen vom Seeauslauf der Plessur entlang Richtung Litzirüti. Beim Grünseeli im idyllischen Wäldchen halten wir inne um das spezielle Gewässer zu fotografieren. Im Dörfchen Litzirüti finden wir kein offenes Restaurant, aber immerhin ein WC, das vor allem den Frauen dient! Bald sind wir beim spektakulären Langwieser-Bahnviadukt, es wurde 1912-1914 gebaut und war damals die grösste Stahlbeton-Eisenbahnbrücke der Welt. Wir besichtigen auch das Eisenbahnmuseum und fahren dann mit der RHB zurück nach Arosa. Im originellen „Restaurant Güterschuppen“ beim Bahnhof kehren wir ein und lassen so den offiziellen Teil des Wandertages ausklingen.
Freitag, 22. August: Heute ist der Heimreisetag. Nach dem ausgiebigen Morgenessen räumen wir unsere Zimmer und übergeben das Gepäck dem Hotelier, der es dann am Abend zum Bahnhof bringen wird. Wir schultern zum letzten Mal unsere Rucksäcke und brechen auf zum Hörnli-Express, der uns in kurzer Zeit zur Hörnlihütte bringt. Weil die Urdenbahn, die wir bereits am Dienstag vermissten, immer noch nicht fährt, machen wir uns zu Fuss auf den Weg zum Urdenfürggli. Es ist leicht bewölkt und angenehm zum Wandern. Auf dem Urdenfürggli geniessen wir die Aussicht auf die Lenzerheide, die aber vor lauter aufsteigendem Nebel kaum sichtbar ist. Wir laufen wieder zur Hörnlihütte und dann weiter bergab zur gemütlichen Carmennahütte. Hier verpflegen wir uns. René spendet zum Abschluss noch einen willkommenen „Munggapfupf“. Herzlichen Dank! Die letzte Wanderung führt über Innerarosa, wo einige noch das Heimatmuseum besuchen. Beim Bahnhof Arosa sind wieder alle beisammen. Glücklich und zufrieden machen wir uns auf den Heimweg.

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