Berichte

Wanderwoche Jura (ausgebucht)

Leitung:  Josef Schönbächler / Noe Thiel

Sonntag, 16. August 2020

Am Sonntag, 16. August 2020 treffen sich pünktlich 6.45 Uhr gut gelaunte SAC-ler, um gemeinsam per ÖV nach Saignelegier / Jura zu fahren. Da sichauf der Strecke Däniken-Olten ein Personenunfall ereignete wird unser Zug nach Frick umgeleitet wo wir in einen Zug durch's Fricktal nach Basel umsteigen müssen. So erreichen wir Saignelegier mit einer Stunde Verspätung. Nach der Gepäckdeponierung und gestärkt mit einem feinen Mittagessen im Hotel 'Cristal' rüsten wir uns für die Einlauftour zum Moorsee 'Etang des Royes'. Wir sind etwa 2 Stunden unterwegs und geniessen die ersten Eindrücke vom Jura. Zurück zum Hotel erkundigen einige von uns das Hallenbad, bevor wir uns für die Wochen-Orientierung und das gemeinsame Nachtessen versammeln. Ein gelungener Wanderferien-Anfang!   
(Heidi Bernasconi)

Montag, 17. August 2020

Heute begrüssen wir unseren dipl. Wanderleiter Noe Thiel. Er wird uns die nächsten 4 Tage den Jura näher bringen. Wir starten mit der «Chemin de fer du Jura», einer Schmalspurbahn, die ab Glovelier nach La Chaux-de-Fonds führt. In Pré Petit-Jean beginnt unsere Wanderung. Sie führt uns nach Glovelier. Das Wetter meint es gut! In der Nacht hat es noch kräftig geregnet, aber jetzt fallen nur noch einige Tropfen. Immer wieder dringt die Sonne durch. Unterwegs erklärt uns Noe (ein sich fühlender Europäer) auf interessante Art die örtliche Flora. Er ist auch Fachmann für Heilkräuter. Auf unserer Wanderung queren wir mehrere Naturschutzgebiete. So auch den «L`Etang de Bollement», wo wir unser Picknick einnehmen. Die Wanderung ist für uns wenig anstrengend. Die 4stündige Tour mit 13.5 km Länge weist nur eine Steigung von 250 Auf- und 600 m Abstieg auf. In Glovelier bleibt uns Zeit für einen kleinen Umtrunk bevor wir mit dem «Zügli» heimkehren und die freie Zeit geniessen.
(Werner Büeler)

Dienstag, 18. August 2020

Das Abenteuer bei bestem Wetter beginnt um 9 Uhr mit der Postautofahrt nach Soubey. Nach kurzem Kirchenbesuch, an einer frisch erlegten Wildsau und einem eindrucksvollen Schwalbenhorst vorbei, starten wir um 9.45 Uhr mit den Aufstieg über den linksufrigen, nicht mehr begangenen Weg hoch über dem Doubs. Unser pfadfindender Leiter Noé beseitigt Stock und Stein, ja gar kleinere Baumstämme, um uns den Weg zu ebnen! Am Ende des steilen, aber kühlen Waldstückes folgt der weitere Aufstieg über Wiesen und Zäune bis wir zur Mittagsrast in Montbion.ankommen. Danach führt uns Weg ins Tal des idyllischen Doubs bis zur ‚Passerelle de la Charbonnière'. Noch liegen 3.25 Std.-Marsch bis zum mittelalterlichen Städtchen Saint Ursanne vor uns. Eine Stadtführung wartet und der reservierte Zug zurück will erreicht werden. Das heisst: Laufen, laufen wie der Wind.... Nach Ankunft entscheidet sich die Hälfte für den gemütlichen Restaurantbesuch, die andere für den Rundgang in grösster Nachmittagshitze, u.a. knapp 200 Stiegen hoch zur Einsiedelei des Stadgründers, dem heiligen Ursicinus. Danach eilig zum Bahnhof, wo wir Glücklichen den Zug noch erreichen. Wir sind uns einig, dies muss die Königsetappe gewesen sein: abenteuerlich und wunderschön!(Höhendifferenz: ca. 400 m; 5.50 Std.,Laufzeit und 21 km)  
(Verene Gwerder)

Mittwoch, 19. August 2020

Abmarsch zum Bahnhof in Saignelégier um 8.50. Zugfahrt nach La Chaux-de-Fonds. Auf dem Flohmarkt beim Bahnhof haben einige Frauen gestöbert. Mit RegioExpress vorbei an grossen Höfen in grüner Gegend, mit viel Wald nach St. Imier/BE, 820 müM. Wanderleiter Noe stösst zu uns; mit Töff gekommen. Kurzer Marsch zur Talstation des Funiculaire (Standseilbahn) St-Imier. 1180 müM.  Schöner Blick aus dem Bähnli auf das Dorf hinunter. Am Ausgang bei der Bergstation Mont-Soleil. schenkte uns eine Frau ein feines Ragusa-Schöggeli und ein Werbebüchlein mit Informationen über die weitere Gegend. Hier steht die grosse Solaranlage der BKW (Berner Kraftwerke). Bei leicht bedecktem Himmel wandern wir vorbei an Windrädern via Le Bardeau 1252 müM. Mittagsrast Nähe Hotel Vert-Bois (2610 Mont-Crosin). Die unfreundliche Wirtin verkaufte uns keine Getränke. Noe orientiert uns über den Bau der typischen Trockensteinmauern. Col du Mont Crosin 1227 müM. Pilzkenner Werni B., Verena und Monika W. diskutieren im Wald über Stinkmorchel. Immer wieder Trinkhalte. Chalet Neuf 1246 müM hinunter via Combe des Arses ins Dorf Tramelan. 17.03 fährt der Zug bis Le Noirmont, umsteigen nach Saignelégier. Zirka 17.50 sind alle müde und zufrieden im Hotel angekommen.
(René Schönbächler)

Donnerstag, 20. August

Heute teilen wir uns auf, 14. Teilnehmer gehen mit dem Tourenleiter Noe Tiel und die andern machen mit Sepp Schönbächler die vorgezogene Freitags-Auslauftour. Um 8.15 Uhr startet die erste Gruppe mit dem Wanderleiter beim Hotel. Über schöne Alpweiden laufen wir zum Chez del Bolè und weiter zum Aussichtspunkt Les Sommêtres (1079m) wo wir eine gute Fernsicht geniessen. Auf diesem Weg passieren  wir  ein Holzlager und der Wanderleiter gibt jedem einige Holzscheiter mit und weiter oben bei einer Holzhütte mit Grillplatz wird das Holz deponiert. So hat es immer genügend Holz beim Grillplatz. Von hier wandern wir wieder zurück durch den Wald zum Picknick-Platz «Blanc Fol» (740m). Vor dem Picknick geht es noch einen schmalen Weg, teilweise über Treppen,hinunter wo wir laut Tourenleiter Höhlen besichtigen - für uns aber eher Unterstände. Von hier geht's weiter in Richtung Le Noirmont aber nicht auf direktem schönem Wanderweg, so wären wir ja viel zu schnell am Ziel. Unser Noe führt uns auf dem 'Erlebnispfad' ziemlich steil hinunter wo alle ziemlich gefordert werden, da es nass und glischtig ist. Nach 4.5 Std. Wanderzeit, ca.11.4 km Distanz und 568 m Auf- und 600 m Abstieg kommen wir in Le Noirmont an und können in einem Tea Room unseren Durst stillen, bevor wir mit dem Zug zurück zum Hotel fahren.     
(Marlies Burkard)

Die kürzere Tour ca. von 3 ¼ Std. wird von Sepp Schönbächler geführt. Unsere Gruppe zählt 13 Teilnehmer. Um 09.00 Uhr sind alle startbereit und wandern direkt von unserm Hotel weg, beim bekannten Marché Concours vorbei, zu unserem höchsten Punkt unserer Wanderung.(1011 m). Der Weg führt uns bei schönen Pferde- und auch Kuhherden mit ihren Jungtieren vorbei und finden unsere Bewunderung. Der Abstieg führt uns durch einen kühlen, schönen Wald. Kurz vor dem Dorf Muriaux geniessen wir den Mittagshalt unter Jura-Tannen. Im Dorf Muriaux kehren wir im Hotel National zum Kaffee ein. Wir werden von der Wirtin und den Stammgästen freundlich empfangen. Die Wirtin ist älteren Jahrganges, aber sie meistert die vielen Gäste super schnell und gut. In der Ecke steht eine alte Musikbox. Verena aktiviert sie und es ertönen alte bekannte Melodien. Bald darauf wird Verena von einem rüstigen Rentner zum Tanz aufgefordert, Die Soloeinlage bringt Schwung und Stimmung in die Runde. Leicht und locker wandern wir zurück nach Saignelegier.   
(Monika Weber)

Freitag, 21. August 2020

Au revoir! Nach einer erlebnisreichen und schönen Wanderwoche heisst es heute von den uns liebgewordenen Jurahöhen Abschied nehmen. Die Koffern sind gepackt. Für's Z'Morge-Buffet lassen wir uns viel Zeit, denn heute mahnt kein Wanderleiter: «i füüf Minute gömmer!» Der ganze Vormittag steht uns zur freien Verfügung. Das Gepäck verstauen wir im Depot und begeben uns ins Dorf, vielleicht um ein Mitbringsel für unsere Lieben daheim zu kaufen oder einfach zu flanieren. Mit Lädele ist man in Saignelégier bald fertig, dafür lohnt sich ein Besuch der beiden Kirchen mit den farbigen Glasfenstern. Es ist heiss, die Sonne brennt und gegen Mittag suchen wir Schatten im Restaurant/Pizzeria «Bellevue.» Das Essen wird allseits gelobt; mich bringt der wohlproportionierte Teller noch mehr ins Schwitzen! Um 14.00 Uhr stehen wir dann alle am Bahnhof zur Abreise bereit. Maske an! und schon rollt der Zug. Die letzten Bilder und Eindrücke von Saignelégier entschwinden und bald schon nimmt uns die liebliche Gegend am Neuenburgersee auf. Die ganze Reise, mit Aus- und Umsteigen verläuft angespannt aber reibungslos. Beim Besteigen der SOB wird uns wohl ums Herz. Wer gerne reist, kommt auch gerne heim! A bientôt!                                                         

Im Namen aller Teilnehmenden danke ich unserm Sepp Schönbächler und seiner Frau Rita ganz herzlich für die gute Organisation dieser Jura-Woche, für seine Arbeit und sein Bestreben, dass es uns allen gut geht. Einen Dank auch an alle, die zum guten Gelingen dieser Wandertage beigetragen und sich mitgefreut haben. In Erinnung bleibt uns die karge Schönheit der Freiberge mit seinen unendlichen Weiden, den Kühen und Pferden, den Wäldern, Streusiedlungen und Windrädern.
(Rosmarie Kälin)

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