Berichte

Chinzigpass

Leitung:                      Alfred Kälin
Berichterstatter:         Hans Kälin
Fotos:                         Alice Kälin
Teilnehmer:                21 Clubmitglieder, 2 Gäste
Wetter:                       sonnig und sehr warm, nachmittags schnell vorüberziehende Wolken, einige Regentropfen

Gestützt auf die schlechte Wetterprognose, entschied sich unser Wanderleiter, die Tour auf den Dienstag vor zu verschieben.
Die Bahnverbindung von Einsiedeln nach Biberbrugg ist bis Mitte August wegen Geleisarbeiten unterbrochen. Deshalb besteigen wir um 06.25 Uhr mit der Schutzmaske ausgerüstet den Bus. Es ist lobenswert, wie sebstverständlich sich alle an die vorgeschriebenen Schutzmassnahmen halten.
Mit der Bahn nach Flüelen und dem Bus nach Bürglen im Schächental gelangen wir zur Talstation der Bergbahn. Die Brügg -Riedling - Biel Seilbahn erspart uns den Aufstieg bis 1626 Meter über Meer. Nach einer kurzen Besichtigung der Bergkapelle Biel nehmen wir den recht steilen Aufstieg zum Chinzig Chulm (2073 M.ü.M.) in Angriff. Am geschichtsträchtigen Passübergang Chinzig erholen wir uns vom Aufstieg und machen uns Gedanken, wie der russische General Suworof im Herbst 1799 diesen Übergang mit seinem Heer wohl schaffen konnte. Für uns heute irgendwie unvorstellbar.

Nun haben wir in Richtung Muotathal ca. 1400 Höhenmeter Abstieg vor uns. Jetzt noch etwa 1 ½ h bis zum Seenalperseeli (1719 M.ü.M). Hier bleibt nun Zeit für eine ausgiebige Mittagspause, die tatsächlich vereinzelt genutzt wird, im See ein erfrischendes Bad zu nehmen.  Es scheint mir, die richtige Jahreszeit gewählt zu haben, um die vielfältige Blumenpracht zu geniessen zu können. Vor allem die Frauen haben mit offenen Augen die Namen der unzähligen Bergblumen gegenseitig diskutiert. Nun fühlen sich wieder alle bereit, den Abstieg Richtung Muotathal fortzusetzen. Geplant ist ein nächster längerer Halt beim Bergrestaurant Lipplisbüel (1185 M.ü.M.). Ein paar hundert Meter vor diesem Halt ziehen in kürzester Zeit dicke schwarze Wolken mit einem starken Wind und ein paar Tropfen Regen begleitet über uns hinweg. Nach einem hastigen Hervorkramen der Regenschutzkleider war der Spuk schon wieder vorbei und die Wanderung konnte bei schönstem Wetter weitergeführt werden.

Die eine Gruppe stärkt sich nochmals für den letzten Teil des Abstiegs von ca. 550 Höhenmeter, während die andern bei einem gemütlichen Hock oder Jass auf das Taxi wartet. Dieser letzte Abstieg hat von unserer Beinmuskulatur einiges abverlangt. Ich kann mir vorstellen, dass der/die eine oder andere am andern Tag etwas Muskelkater verspürte. Dem Berichterstatter erging es auf alle Fälle so.

Alle glücklich und unfallfrei im Muotathal angekommenen, zu Fuss oder per Taxi, kühlen den heissen Tag noch mit einem kalten Getränk. Dann geht`s zurück mit Bus nach Schwyz, Biberbrugg, Einsiedeln. Punkt 18.00 Uhr kommen wir in Einsiedeln an und können unsere Schutzmasken wieder verstauen. Danke dir Fredi für die gut organisierte Tour! Es hat mir sehr gefallen.

 

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