Berichte

Piz Roseg

Leitung:            Marcel Kälin
Bericht:             Andrew Strickland
Fotos:                Miranda, Franziska, Marcel
Teilnehmer:      7 Clubmitglieder
Wetter:              Samstag Regen, Sonntag sonnig

In Pontresina (1775 müM) per PW angekommen, kehren wir im Restaurant und hoffen, dass der Regen bald vorbei ist. Wir haben noch viel Zeit bis wir oben in der Hütte sein müssen, aber auch nach dem zweiten Kaffee regnet es kräftig. Als wir in voller Regenschutzmontur per Velo ins Val Roseg losfahren wird es dann doch trockener. Ein Kilometer nach dem Restaurant Roseg wird der Weg ruppiger; wir deponieren unsere Fahrgestelle diskret im Wald beim grossen Bach (2025 müM) und treffen trocken und rechtzeitig in der Tschiervahütte (2583 müM) ein, wo wir beim Panaché und Kuchen auf der Terrasse zeitweise gute Einblicke in die morgige Route haben. Der Piz Roseg (3936 müM) dominiert das gleichnamige Tal. Die grosse Mehrheit der Hüttengäste aber ist unterwegs zum Piz Bernina via dem Biancograt.

Am Sonntag starten wir früh um 3.45 Uhr, der Wetterbericht hält sein Versprechen; windstill und nachher sonnig. Marcel und Hubi haben am Vorabend den Weg zum Gletscher noch rekognosziert. Etwas oberhalb der Hütte queren wir die östliche Hälfte des Gletschers in einem flachen, spaltenarmen Bereich und steigen dann über Schutt und eine links aufziehende Rampe im Fels zu einem Übergang der Felsrippe vom Piz Umur, welche der Gletscher in zwei Teile trennt. Zunächst steigen wir nah am Felsen auf, dann in einem breiten Bogen oberhalb der Spaltenzone bis zum gegenüberliegenden Eselsgrat auf ca. 3'300 müM. Die Sonne kommt. Nach dem schönen Felsgrat legen wir die Steigeisen wieder an und steigen bei perfekten Schneeverhältnissen über den steilen Firn zur Schneekuppe (3917müM) hinauf. Nach einem kurzen Abstieg auf der anderen Seite erreichen wir den letzten Felsgrat. Der lässt sich gut mit Steigeisen machen und wir erreichen nach ca. 6 Stunden den Hauptgipfel (3936 müM). Wir werden mit einer wunderbaren Rundsicht belohnt.

Nach kurzer Stärkung, Gipfelschnaps und Panoramastudium machen wir uns auf dem gleichen Weg zurück. Eine Abseilpiste führt uns vom oberen Teil des Eselgrats direkt auf den Gletscher. Gegen 15.00 Uhr sind wir wieder zurück in der Hütte. Wir verweilen noch gerne in der Sonne vor der Hütte. Mit einem letzten Blick hinauf zum Piz Roseg brechen wir zur Heimreise auf. Bei den Velos wieder angekommen satteln wir um und dürfen nach Pontresina gleiten. Dabei wird uns bewusst, welch langwieriger Fussmarsch uns so erspart bleibt. Im Hotel Station teilen wir uns noch zwei Pizzas und fahren dann gestärkt und glücklich Heim.

Es war ein tolles Tourenziel, für Velotransport und für perfekte Verhältnisse war gesorgt, vielen Dank Marcel !
 

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